| Lepidium ruderale L. | Schutt-Kresse |
| Brassicaceae | Kreuzblütler |
| Pflanzensteckbrief: Die 1-2jährige Pflanze wird 10-30 cm hoch und hat eine dünne, spindelige und blasse Wurzel. Sie blüht von Mai bis Juli. Die unscheinbaren, grünlichen Blüten der Schutt-Kresse stehen in einer Traube zusammen, an deren Basis es meistens Seitentrauben gibt. Die Kronblätter fehlen und die 4 Kelchblätter sind kahl und schmal-eiförmig. Die Grundblätter sind langgestielt und bis auf den Mittelnerv 1-3fach fiederteilig, mit schmal-lanzettlichen Abschnitten. Die oberen Stengelblätter sind ganzrandig, linealisch und sehr kurz behaart. Der Stengel der Pflanze ist aufrecht, sehr kurz abstehend behaart und in der oberen Hälfte verzweigt. Bei den 1,5-3 mm langen Früchten handelt es sich um eiförmige, mäßig abgeflachte und oben etwas geflü-gelte Schötchen. |
![]() Lepidium ruderale W.Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, G. Fischer Verlag 1995, © Spektrum Akademischer Verlag,Heidelberg, Berlin |
| Vorkommen: Lepidium ruderale benötigt eher trockenen, nährstoffreichen und stickstoffsalzhaltigen Boden, der lehmig oder sandig sein kann. Die Pflanze kommt in Europa vor und zwar an Ruderalstellen (Wege, Äcker, Unkrautfluren) und zum Teil auch häufiger in Küstengebieten. Sie ist sonst weit verschleppt. |
Verwendung: Die Schutt-Kresse ist ein altes russisches Volksmittel gegen Wechselfieber. Die Pflanze soll auch das Ungeziefer aus den Zimmern vertreiben. |
| Wissenswertes: Die Pflanze riecht zerrieben sehr unangenehm. In Wurzeln, Kraut und Samen wurde Glucotropaeolin festgestellt, welches bei der Spaltung sowohl Benzylisothiocyanat als auch Benzylthiocyanat ergab. |
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