| Bromelien | |||||||||||||||||||
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Die Familie der Bromeliaceen (Ananasgewächse) umfasst ca. 50 Gattungen mit über 2600 Arten (Stand 1995), von denen viele erst in neuester Zeit entdeckt und beschrieben worden sind. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom südöstlichen Nordamerika über Mittelamerika und den karibischen Raum bis ins südliche Südamerika. In den Tropen kommen Bromeliengewächse vom Tiefland bis in Höhen von über 4000 m (in den Anden) vor. Spezielle Anpassungen erlaubten ihnen die Besiedelung unterschiedlichster Lebensräume. Die Bromeliengewächse sind ausdauernde Pflanzen, meist Rosettenpflanzen mit oder ohne Stamm. Die Mehrzahl wächst ohne Kontakt zum Erdboden epiphytisch, d. h. als "Aufsitzer" auf anderen Pflanzen, besonders auf Bäumen.
Die größten Pflanzen der Bromelien, einige Alcantarea
und Vriesea-Arten, kommen auch auf nackten Granitfelsen, zum Beispiel
auf Bergen wie dem Zuckerhut in Rio de Janeiro vor. Ihre Blattrosetten
können bis über 15 Liter Wasser auffangen, und ihre Wurzeln
dienen lediglich der Verankerung.
Von ganz besonderer Bedeutung für die Lebensweise der Bromelien sind die sogenannten Saugschuppen. Es sind mehrzellige Gebilde, die der Aufnahme von Wasser sowie der darin gelösten Nährstoffe dienen. Sie bestehen aus einem in die Blattoberfläche eingesenkten stiel- oder trichterförmigen Teil und einem aufsitzenden deckelförmigen Gebilde. Gelangt Wasser auf die Schuppen, so wird dieses mit Hilfe von Kapillarkräften in den Raum zwischen Flügelzellen und Epidermis (= Zellen der Blattoberseite) gesaugt. Die angrenzenden Zellen der Saugschuppe nehmen das Wasser auf und leiten es an die tiefer gelegenen Gewebe weiter. Wie mit Löschpapier wird das Wasser aufgesaugt.
Die Zisternenbromelien besitzen die meisten Saugschuppen am Grunde der
Blattoberseite, also im Bereich der Zisterne. Je weißer die Blätter
erscheinen, desto dichter stehen die Saugschuppen. Die Färbung der
grauen Tillandsien kommt durch die völlige Reflexion
des Lichtes an den luftgefüllten Zellen des Saugschuppendeckels zustande.
Werden die Pflanzen befeuchtet, so erkennt man ihre grüne Färbung.
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