| Epiphyten | |||||||||||
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Hoch oben in den Wipfeln der Regenwaldbäume bedeckt eine ungewöhnliche
Gruppe von Pflanzen die Äste der Bäume. Man nennt sie Epiphyten
(Aufsitzerpflanzen) nach dem altgriechischen Wort für:
auf Pflanzen. Epiphyten umfassen eine ganze Reihe völlig unterschiedlicher
Pflanzen-gruppen. Allen gemeinsam ist nur, dass sie auf anderen Pflanzen
leben, ohne von diesen zu schmarotzen. Bei dem Verteilungskampf um das
Licht haben sich die Epiphyten vom Boden des Waldes völlig unabhängig
gemacht, denn sie besitzen keine Wurzeln, die im Erdreich verankert sind.
Sie siedeln meist auf lebenden Bäumen, deren Äste unter der
Last der Epiphyten auch schon mal abbrechen können.
Viele der in den amerikanischen Tropen vorkommenden Bromelien (Ananasgewächse) bilden Rosetten aus steifen Blättern aus. Diese Blätter stehen am Grund so eng zusammen, dass sich dort Wasser ansammeln kann. Nach einem starken Regenguss entsteht ein sogenannter Bromelienteich. Herabfallende Pflanzenteile und auch tote Insekten sammeln sich in dem Teich und werden zersetzt.Die bei der Zersetzung frei werdenden Nährstoffe und auch das Wasser wird von besonderen Saugschuppen der Rosettenblätter aufgenommen. Die Wurzeln dienen meist nur der Befestigung.
Einfache epiphytische Pflanzen wie Moose und Flechten saugen mit ihrer oft verfilzten, schwammartigen Masse große Mengen Wasser auf, wenn es regnet. Bei längeren Trockenperioden schrumpfen sie zusammen und reduzieren ihren Stoffwechsel. Sie leben dann sozusagen auf Sparflamme, um zur nächsten Regenzeit zu neuem Leben zu erwachen. Einige Epiphyten sammeln Feuchtigkeit und Humus im vogelnestartigen Wurzelgeflecht, wie z. B. Anthurium-Arten. Andere sammeln den Humus in den trichterförmig bis mantelartig angeordneten Blättern, wie z. B. der Nestfarn und der Geweihfarn, die beide in Asien vorkommen.
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