Index Seminum

Bild "Dateien:IndexSeminum_Flyerhaufen.jpg"Botanische Gärten leisten mit ihren umfangreichen Sammlungen einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Biologischen Vielfalt von Pflanzen. Der unentgeltliche Samentausch zwischen botanischen Gärten, Universitätseinrichtungen und vergleichbaren öffentlichen Forschungsinstitutionen ermöglicht es, von seiner Herkunft eindeutig identifiziertes Pflanzenmaterial für pflanzensystematische, genetische, biochemische und pharmakologische Untersuchungen sowie für die Nutzpflanzenforschung bereitzustellen. Hierbei ist die strikte Einhaltung der naturschutzrechtlichen Bestimmungen unabdingbar. Der Index Seminum, der Saatgutkatalog des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück, besteht seit 1990. Das Saatgut wird jedes Jahr an Wildstandorten gesammelt, so dass die Wahrscheinlichkeit der Arteinkreuzung artfremder Sippen gering ist. Bei bestandsgefährdeten Sippen werden Sammelgenehmigungen bei den zuständigen Naturschutzbehörden beantragt. Hinsichtlich der Sammelstrategie ist es sinnvoll, am Wildstandort die größtmögliche genetische Variabilität einer Spezies zu erfassen. Von daher sollten bei der Saatgutsammlung vom Probennehmer folgende Indizes berücksichtigt werden: Befruchtungssystem (Fremd- bzw. Selbstbefruchtung); Vermehrung (sexuell bzw. asexuell); Anzahl beprobter Individuen; Beprobte Fläche. Für den Osnabrücker Index werden zumindest von allen bestimmungskritischen Sippen Herbarbelege angefertigt und im Herbarium OSBU der Speziellen Botanik der Universität Osnabrück hinterlegt.

Aktueller Index Seminum

Index Seminum des Jahres 2016