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Wildpflanzenschutz


Ein Schwerpunkt des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück liegt in der Ex-situ-Erhaltung von Wildpflanzen in Genbanken und zusätzlichen In-situ-Schutzmaßnahmen.

Bild "Wildpflanzenschutz:Loki_Logo.jpg"2003 wurde mit der Loki Schmidt-Genbank für Wildpflanzen die erste regionale Saatgutbank für einheimische Wildpflanzenarten im Botanischen Garten der Universität Osnabrück eröffnet. Mit Mitteln des Niedersächsischen Wissenschaftsministeriums wurde durch den Bau von -20º C Tiefkühlräumen eine wichtige, infrastrukturelle Voraussetzung für weitere nationale Genbankaktivitäten geschaffen.
Bild "Wildpflanzenschutz:WEL_logo.jpg"Mit dem Aufbau der Genbank für Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft (WEL) von 2009 bis 2013 wurde ein erstes nationales Wildpflanzengenbankprojekt mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung vom Botanischen Garten der Universität Osnabrück initiiert. Ein Netzwerk von vier Botanischen Gärten agiert deutschlandweit, um die innerartliche und zwischenartliche Vielfalt von Wildpflanzen, die pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft darstellen, langfristig zu erhalten.
Bild "Wildpflanzenschutz:IsWEL_Logo.jpg"Weiterführend ist die WEL Genbank eine wichtige Ressource für andere Modell- und Demonstrationsvorhaben, wie das Projekt In-Situ-Erhaltung von Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft (IsWEL), mit dem Ziel WEL-Arten in genetischen Erhaltungsgebieten zu schützen.
Bild "Wildpflanzenschutz:WIPS_logo.jpg"Um den Schutz und Erhalt der pflanzengenetischen Vielfalt auszuweiten, leitete der Botanische Garten ab 2013 den Aufbau des nationalen Wildpflanzenschutz-Projektes WIPs-De. Das WEL-erfahrene Netzwerk Botanischer Gärten sammelt bundesweit Saatgut von nationalen Verantwortungsarten. Im WIPs-De Projekt werden zusätzlich Erhaltungskulturen angelegt und in Zusammenarbeit mit Naturschutzbehörden, Biologischen Stationen und NGOs an Naturstandorten In-situ-Maßnahmen wie Wiederansiedlungen und Populationsstützungen durchgeführt.
Bild "Wildpflanzenschutz:WIVI_Bildmarke_weisshinterlegt.png"Das Projekt Wildpflanzen retten: Vielfalt erhalten, Klima schützen (WiVi-Klima, 2026-2029) knüpft an die Erfolge des WIPs-De Projektes an. Die Sicherung der Wildpflanzenvielfalt stärkt die natürliche Klimaresilienz und leistet einen essentiellen Beitrag zur Erfüllung der Ziele der EU Wiederherstellungsverordnung. Durch die Kombination von Ex-situ- und In situ-Schutzmaßnahmen, einer integrierten Dateninfrastruktur und Handlungsempfehlungen für den botanischen Artenschutz wird ein bundesweites Kompetenznetzwerk zur langfristigen Umsetzung der nationalen und internationalen Biodiversitätsziele aufgebaut.