Herbstleuchten im Botanischen Garten – Verlängerte Öffnungszeiten bis zum 25. Oktober


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Ab dem 1. Oktober 2020 wird es in diesem Jahr erstmalig im Botanischen Garten der Uni Osnabrück verlängerte Öffnungszeiten geben. Wird der Garten sonst im Oktober bereits um 16 Uhr geschlossen, wird er nun vom 1. bis zum 25. Oktober, also bis zum Ende der Herbstferien, fast täglich bis 18.30 Uhr geöffnet sein. Die Öffnungszeiten sind: Montag bis Freitag 8 bis 18.30 Uhr, Sonn- und Feiertags 10.30 bis 18.30 Uhr, Samstag: geschlossen. Das ist ein besonderes Angebot für die Bevölkerung, die im Frühjahr aufgrund von Corona-bedingten Einschränkungen mehrere Monate auf einen Gartenbesuch verzichten musste.

Im Botanischen Garten ist mittlerweile der Herbst eingezogen. Die Herbstfärbung ist eine pflanzenspezifische Eigenschaft und artabhängig. Während die meisten krautigen Pflanzen mit gelb oder braun gefärbten Blättern die Vegetationsperiode beenden, zeigt sich diese bei den verholzten Arten facettenreicher. Bei den meisten Gehölzen wird die Intensität und Dauer der Herbstfärbung von den Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht beeinflusst. Sie bestimmen auch den Beginn der Herbstfärbung. Beim Abbau des Blattgrüns bleiben gelbe und rote Farbstoffe übrig, die insbesondere den Indian Summer in den USA zu einem spektakulären Ereignis werden lassen.
Bunt und leuchtend zeigt sich auch das mannigfaltige Laub der Pflanzen im Botanischen Garten. Auffallend rot präsentieren sich die früh färbenden Hartriegel (Cornus), Pfaffenhütchen (Euonymus) und die Gewöhnliche Jungfernrebe (Parthenocissus inserta), die ihre rankenden Triebe in den Kronen von verschiedenen Bäumen ausbreitet. Viele andere Gehölze wie Ahorn (Acer), Schneeball (Viburnum), Eisenholzbaum (Parrotia) und Perückenstrauch (Cotinus) färben deutlich später ein.

Neben der Herbstfärbung sind Früchte in unterschiedlichen Farben zwischen den Zweigen zu entdecken: Neben den knallroten Hagebutten der Rosen fallen die rosa überlaufenden Früchte der Weißfrüchtigen Eberesche (Sorbus hupehensis) aus Mittel- und Westchina ins Auge. Diese sind bei anderen Arten von Sorbus überwiegend rot bis orange und bei Vögeln außerordentlich beliebt. Eine besondere Varietät des Kirschapfels (Malus baccata var. mandshurica) schmückt sich mit leuchtend roten Früchten, die an kleine Kirschen erinnern. Ein besonders eindrucksvolles Exemplar findet sich im Areal China. Auch in der Agrobiodiversitätsfläche ist der Tisch noch reich gedeckt und durch die Vielfalt an Gemüsepflanzen auffällig bunt. Hier wachsen verschiedene Sorten von Chilis, Kohl, Mangold und Amarant, mit leuchtenden Früchten, farbigen Blättern oder Blattstielen, nebeneinander.

Es heißt nun Abschied nehmen von den Kübelpflanzen im Garten. Ab Mitte Oktober beginnt das Einräumen in das Überwinterungshaus, so dass der Garten vom 12. bis zum 14. Oktober aus Sicherheitsgründen ganztägig geschlossen sein wird. „Wir freuen uns darüber, dass nach einer langen Zeit des Verzichts die Grüne Schule wieder Themenführungen im Freiland für Gruppen anbieten kann“, so die Direktorin, Prof. Dr. Sabine Zachgo. Neben Gruppenbuchungen sind auch die klassischen Sonntagsspaziergänge wieder im Angebot. Einen bunten Herbststrauß an wechselnden Themen hat die Grüne Schule für den Oktober vorbereitet. Termine und Themen finden sich auf der Website des Botanischen Gartens. Aufgrund der aktuellen Situation ist allerdings eine Anmeldung (Tel. 0541 969-2700 Grüne Schule, 0541- 969-2739 Sekretariat oder per Mail: bg-buero[at]uni-osnabrueck.de) erforderlich.  


Gartenleitung und Team des Botanischen Gartens


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Herzlich Willkommen im Botanischen Garten der Universität Osnabrück

Der Botanische Garten der Universität Osnabrück zeichnet sich durch eine besondere Lage aus. Die Vielfalt von weltweiten Pflanzengemeinschaften wird im ersten Steinbruch gezeigt. Markant hebt sich dort das Amazonas-Regenwaldhaus von der Steinbruchkante ab. 2011 wurde ein zweiter Steinbruch in den Garten integriert, in dem sich heimische Pflanzen diesen stadtnahen geschützten Naturraum zurückerobern.

Als universitärer Garten ist er seit 1984 unverzichtbare Ressource für Forschung und Lehre. Ein weiteres Anliegen ist der Erhalt heimischer Biodiversität, welches sich in mehreren Genbankaktivitäten widerspiegelt. Die Umweltbildung wird vermittelt durch die Grüne Schule, sie bietet sowohl Führungen als auch Aktionsprogramme zum eigenen Mitmachen an. Durch die freundliche Unterstützung des Freundeskreises des Botanischen Gartens werden weitere Aktivitäten wie Ausstellungen, Konzerte und Lesungen ermöglicht.

Wir laden Sie herzlich ein, die Vielfalt der Pflanzenwelt in unserem Garten zu entdecken und ihn auch als einen Ort der Erholung zu geniessen!

Sabine Zachgo

Direktorin